Eine virtuelle Pizza-Kette wird sesshaft: Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg hat „Milano Vice“ seinen ersten eigenen Laden eröffnet.
Das Konzept war ursprünglich ein anderes: Als Rudolf Donauer und Dennis Murselovic im Juli 2022 ihr Start-up „Milano Vice“ gründeten, wollten sie kein eigenes Lokal aufmachen. Die beiden hatten Lieferdienste im Blick. Ihre Idee: Gastronomen, deren Küchen nicht ganz ausgelastet sind, in Pizzabäcker zu verwandeln. Milano Vice kümmert sich dabei um die Zutaten, das Marketing, den Bestellservice und das alles drumherum – damit auch Bäckereien, Hotels und Imbisse vom Bestell-Boom profitieren. Viele der Partner konnten seither ihren Umsatz steigern, das Start-up floriert. Kapitalgeber – darunter die Geschwister Oetker – haben Millionenbeträge investiert.
Signature-Pizza aus dem eigenen Store
Das Image der Marke ist bunt, auf soziale Medien und die digitale Generation zugeschnitten. Ein knallgelber Pizzakarton mit pinkfarbener Schrift versprüht „Eighties“-Vibes und italienisches Disco-Flair. Und nun gibt es auch ein Lokal, das dieses Lebensgefühl auf die Straße bringt: Im Dezember 2024 hat Milano Vice seinen gleichnamigen Store in Berlin Prenzlauer Berg eröffnet. Mitten im Szene-Viertel, an der Schönhauser Allee 44, werden Pizzen gebacken und verkauft. Darunter auch spezielle „Signature“-Sorten wie Trüffelpizza oder Lemon Stracciatella, die es nur vor Ort gibt.
Für das Interior Design in Gelb, Cyan und Magenta zeichnet die Soda Group aus Bochum verantwortlich. Es schreit mit seinen Farben, Glasbausteinen und Edelstahl-Elementen geradezu danach, von Gästen abgelichtet zu werden. „Instagrammable“, würde das Party-Publikum wohl sagen, das sich hier tagsüber zum Imbiss einfindet oder für den Dancefloor am Abend stärkt. Wenn Sie in der Nähe sind: Ein Besuch lohnt, nicht nur der Pizzen wegen. Ansonsten bleibt nur das Bestellen. Außer in Berlin liefert die Kette auch in Hamburg, Köln, Düsseldorf und Frankfurt am Main.



